Stereotype und multikulturelle Gesellschaften

Das Seminar greift das Zusammenleben in einer multikulturellen Stadt wie beispielsweise Hamburg, Berlin oder Köln auf und thematisiert unseren alltäglichen Umgang mit Menschen, Migration und "dem Fremden". Religion und andere Identitäten sind dabei mögliche Schwerpunkte, ebenso wie die eingehende Beschäftigung mit Strukturen von migrantischen Communities und deren räumliche Konzentration in Städten.

Das Seminar ist interaktiv aufgebaut und im Seminar kommen verschiedene Methoden wie Textanalyse aus Medien, Bildanalyse und auch Rollenspiele zum Einsatz, um sich mit dem Thema aktiv auseinander zu setzen.

Ziel des Seminars ist es, mit den eigenen Stereotypen und Vorurteilen zu arbeiten, sich neue Einblicke in migrantisches Leben zu verschaffen und auch die Neugier auf das zu wecken, was sich vielleicht für viele vor der eigenen Haustüre entdecken lässt. 

Das Seminar ist modular konzipiert als Unterrichtsergänzung für Schüler der Oberstufe, Teilnehmer von FSJ oder FöJ-Bildungswochen oder andere Jugendbildungsformate. Bei Interesse senden sie bitte eine Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

"[...] .Wir sind einander zu nahe, weil jemand, der gestern noch ein Fremder war, heute schon unser neuer Nachbar sein kann - [...]. Wir sind einander zu nahe, weil unsere Städte gewachsen sind, und wir darin Tag für Tag mit merkwürdigen Sprachen, Kleidungsgewohnheiten, Nahrungsmitteln und Körperstilen konfrontiert sind, die alle die Geografie unseres Alltags verändern. 
Zugleich sind wir einander zu fern, denn wir haben in den meisten städtischen Ballungsräumen, Grenzgebieten und Übergangszonen das Gefühl verloren uns in vertrauter Gesellschaft zu bewegen. Zwar ist es für uns zur Selbstverständlichkeit geworden, auf Schritt und Tritt "anderen" zu begegnen, aber wir entwickeln zu wenig Neugier für sie und fragen uns nur selten, wer sie sein könnten und warum sie in unserer Nähe sind. [...]" (aus Arjun Appadurai 2011, "Vom Risiko des Dialogs")